So kann es im Beruf, im Verkehr oder aber auch im privaten Umfeld zu Meinungsverschiedenheiten kommen, die nicht immer ohne gerichtliche Hilfe gelöst werden können. Wer verliert, trägt regelmäßig alle Rechtsanwalts- und Gerichtskosten. Bei einem Arbeitsrechtsstreit muss in erster Instanz allerdings jede Partei, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens, die eigenen Anwaltskosten selbst tragen.
Ein Rechtsstreit kann teuer werden. Das Kostenrisiko eines zivilrechtliches Verfahrens, welches zwei Instanzen durchläuft, beläuft sich bei einem Streitwert in Höhe von nur 6.000 € beispielsweise bereits auf rund 5.600 €. Dabei sind evtl. Zeugenauslagen und Sachverständigenkosten noch nicht mit berücksichtigt.
Hier kann eine Rechtsschutzversicherung helfen. Dabei können ein kombinierter Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz abgeschlossen oder aber auch nur einzelne Leistungsbausteine passend für Sie versichert werden.
Hier einige Beispiele:
- Schadenersatz-Rechtsschutz: Sie wurden durch einen Verkehrsunfall geschädigt und möchten nun Ihre Ansprüche gegenüber dem Verursacher auf Schadenersatz geltend machen und durchsetzen.
- Arbeits-Rechtsschutz: Es kommt in Ihrem beruflichen Umfeld zu erheblichen Unstimmigkeiten mit Ihrem Arbeitgeber, Sie erhalten beispielsweise die Kündigung und möchten im Wege einer Kündigungsschutzklage dagegen vorgehen, Ihr Arbeitgeber schuldet Ihnen noch Gehalt oder es geht in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis um dienst- und versorgungsrechtliche Ansprüche, zum Beispiel Streitigkeiten im Hinblick auf Einstufungen in eine bestimmte Besoldungsgruppe, Beförderungen, Versetzungen oder Beihilfen im Krankheitsfall.
- Verkehrs-Verwaltungs-Rechtsschutz: Die Verwaltungsbehörde will Ihnen den Führerschein aufgrund von Verletzungen von Verkehrsvorschriften entziehen. Sie wehren sich im Wege eines Widerspruchsverfahrens.
- Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz: Mit diesem Baustein haben Sie Versicherungsschutz, wenn Sie Ihre Interessen als Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümer oder als Mieter behaupten müssen bei Mieterhöhungen, Kündigungen oder Streit um Betriebskostenabrechnungen.
- Vertrags- und Sachenrechtsschutz: Sie haben einen Vertrag geschlossen, aber ihr Vertragspartner will die sich daraus ergebenden Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Durchsetzung ihrer Forderung müssen Sie anwaltliche und ggf. auch gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen.
- Opfer-Rechtsschutz: Sie wurden Opfer einer Körperverletzung und möchten Ihre rechtlichen Interessen z.B. als Nebenkläger im Strafverfahren oder nach dem Opferentschädigungsgesetz geltend machen.
- Sozialgerichts-Rechtsschutz: Die gesetzliche Kranken-, Unfall-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung leistet nicht angemessen und Sie müssen einen Prozess vor einem deutschen Sozialgericht anstrengen um Recht zu bekommen.
- Steuer-Rechtsschutz: Diesen benötigen Sie, wenn Sie Streitigkeiten um die Höhe von Abgaben, wie Gebühren oder Zölle vor Gerichten klären müssen. Die „klassische Situation“, in denen der Steuer-Rechtsschutz hilft, tritt ein, wenn das Finanzamt Ihre Einkommensteuererklärung nicht anerkennen will.